Bock auf Buch

25. Juli 2014 kurz vor 8:00 Uhr - ich erwarte im Kreismedienzentrum Frederike, Yeliz, Sonja und Madeleine. Die vier Schülerinnen des Gymnasiums am Romäusring nehmen teil am Projekt "Bock auf Buch", das von ihrer Lehrerin Marianne Buller betreut wird. Am Vortag haben sie sich jeweils zu zweit für ein Buch entschieden, um sich dann in der darauf folgenden Lesenacht möglichst tief in die Materie einzuarbeiten. Ich bin natürlich gespannt, welche Themen wir heute medial aufbereiten werden. Jedenfalls werden wir solange produzieren, bis wir fertig sind. Am nächsten Tag findet schließlich die öffentliche Präsentation in der Schule statt. Auf diese Weise sind wir ganz nah dran an den realen Produktionsprozessen in der Medienwelt.


Die Mädchen überraschen mich mit ihrer Wahl. Die beiden Romane "Der Anfang von danach" und "Der Sog der Schwerkraft" erzählen Geschichten vom Tod. Es ist erstaunlich, mit welchem Tiefgang sich die Schülerinnen mit ihrem Lesestoff auseinandergesetzt haben. Wir hatten uns im Vorfeld einmal getroffen und miteinander überlegt, welche Arten von medialer Produktion in Frage kommen könnten. Nun entscheiden wir uns für einen Radiobeitrag. Die Planung der inhaltlichen Struktur beginnt. In Teams ziehen sich die Mädchen zur detaillierten Ausarbeitung zurück. Zwischendurch finden Beratungsphasen statt. Dann wird das Sprechen geübt. Aus dem Musikarchiv des Medienzentrums wählen die Schülerinnen Titel aus, die sich als Intro oder zur Untermalung eignen. Es folgen die Aufnahmeprozesse. Wir arbeiten mit mobilen Aufnahmegeräten und mit Direktaufnahme in den Computer. Die Beiträge werden editiert und am Ende zu einer Masterdatei gemischt. Fertig! Aber es hat Stunden gedauert. Und natürlich waren auch Erholungspausen notwendig. Um 15:30 Uhr können Frederike, Yeliz, Sonja und Madeleine mit Stolz ihr Ergebnis anhören. Jetzt kann man sich zurück lehnen. Eigentlich ist die Präsentation nur noch Formsache.

Mehr muss man zum Projekt nicht berichten. Der RADIOBEITRAG spricht für sich. Vielleicht ist er auch eine methodisch-didaktische Anregung für den Monat November. Die Feiertage dieser Zeit laden ein zur besinnlichen Auseinandersetzung mit Leben und Tod. Hier geht es zur Produktion.

Dietrich Danksin


Noch eine Anmerkung zur Kooperation: Schon seit vielen Jahren haben das Kreismedienzentrum und die Stadtbibliothek immer wieder Kontakt miteinander und führen Kooperationsprojekte zur Leseförderung durch. Gerne laden wir Schulen dazu ein, es gibt für alle Altersstufen interessante Möglichkeiten.


Ansprechpartner beim Kreismedienzentrum ist Dietrich Danksin:

07721 913-7202

d.danksin@lrasbk.de


Für die Stadtbibliothek sind Heike Daume und Sven Baumgardt Ansprechpartner.
Hier der Link zur Leseförderung:

www.villingen-schwenningen.de/bildung/stadtbibliothek/lesefoerderung/schulen.html